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Von der Wegwerfgesellschaft zur Kreislaufwirtschaft

Renate Bleich, Geschäftsführerin der Münchner Rück Stiftung, zeigte sich begeistert von den Pitches der Start-ups (Bild: Hochschule München)
Renate Bleich, Geschäftsführerin der Münchner Rück Stiftung, zeigte sich begeistert von den Pitches der Start-ups (Bild: Hochschule München)

[30|11|2021]

Dialogforum spezial von M:UniverCity und Münchner Rück Stiftung

 

Der „Earth Overshoot Day“ oder „Erdüberlastungstag“, an dem weltweit mehr natürliche Ressourcen verbraucht werden als nachwachsen, kam mit dem 29. Juli 2021 sehr früh. Zu früh, waren sich die Teilnehmenden des digitalen Dialogforums spezial „Von der Wegwerfgesellschaft zur Kreislaufwirtschaft – Reduce, Reuse & Recycle“ Ende November einig. Man müsse auch deshalb wegkommen von einem „linearen (Wirtschafts-)System, das tief in unserer DNA verankert ist“, betonte Prof. Dr. Georg Zollner, Nachhaltigkeitsbeauftragter für Kreislaufwirtschaft an der HM.

 

Aber wie kann eine Kreislaufwirtschaft im Sinne von „Reduce, Reuse und Recycle“ aussehen? Welche Ansätze gibt es seitens von Unternehmen? Wie können KonsumentInnen für mehr Nachhaltigkeit sensibilisiert werden? Diese Fragen und mehr diskutierten VertreterInnen aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Blogger-Szene. Zwei junge Start-ups stellten außerdem ihre Ideen vor, wie sie dazu beitragen, Ressourcen effizient zu nutzen.

 

Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident der HM, unterstrich die wichtige Rolle der Hochschule für eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft (Bild: Hochschule München)
Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident der HM, unterstrich die wichtige Rolle der Hochschule für eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft (Bild: Hochschule München)

 

HM verankert Nachhaltigkeitsstrategie

„Die Hochschule München hat sich des Themas Nachhaltigkeit schon sehr früh angenommen in Hinblick auf ihre drei Profile: Unternehmerisches, nachhaltiges und internationales Denken und Handeln “, sagte Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident für Wirtschaft an der HM. Sie müsse sich aber „weitergehend positionieren“ in Wirtschaft und Gesellschaft. Beispielweise arbeite die HM derzeit an einer Nachhaltigkeitsstrategie, die in einen Hochschulentwicklungsplan aufgenommen werden soll.

 

Digitale Währung und Mehrwegsystem schaffen Nachhaltigkeit

Wie eine Positionierung der HM in Wirtschaft und Gesellschaft bestens gelingt, bewies im Pitch das deutsch-ungarische Start-up Common rund um Enée Bussac, welches das SCE in seiner Gründungsphase unterstützt hat. Zurzeit entwickelt es ein Programm, das die Umweltfreundlichkeit von Unternehmen im Bereich Mobilität misst, wie etwa von ArbeitnehmerInnen beim Pendeln. Spart der oder die ArbeitnehmerIn zum Beispiel CO2 beim Fahrradfahren, wird dies durch das Auszahlung einer digitalen Währung, dem „Green Cent“, belohnt. Ein weiteres Start-up stellte sich mit Gründerin Corinna Caspari vor: Relevo erfand ein Mehrwegsystem für die To-go-Gastronomie in München. Ihr Mehrweggeschirr können NutzerInnen via QR-Code registrieren und in allen teilnehmenden Geschäften abgeben.

 

Organsiert haben das Dialogforum das HM-Innovationsnetzwerk M:UniverCity und die Münchner Rück Stiftung in Kooperation mit dem Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und der Social Entrepreneurship Akademie. Am 21. Januar 2021 geht es bereits weiter mit dem nächsten Dialogforum zum Thema „Stadt der Zukunft“. Weitere Informationen erhalten Sie auf dieser Webseite von M:UniverCity.

 

 

Amanda Shala